Sachverständigenbüro Menebröcker Franz Josef Menebröcker Kfz-Meister Gutachter für Kraftfahrzeugwesen Kompetent Erfahren Unabhängig
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Was tun nach unverschuldetem Unfall?

 

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 Brauche ich einen Sachverständigen?

 

Bei einem unverschuldeten Unfall sollten Sie unbedingt einen freien, unabhängigen Sachverständigen mit der Begutachtung beauftragen. Die Kosten hat grundsätzlich die Versicherung des Unfallverursachers zu übernehmen. (BGH   NJW 74,34)

 

Brauche ich einen Rechtsanwalt?

 

Auch bei einfachen Verkehrsunfallsachen ist die Einschaltung eines Rechtsanwalts von vornherein als erforderlich anzusehen.

Die immer unüberschaubarere Entwicklung der Schadenpositionen und der Rechtsprechung zu:

 

  • Schadengutachten
  • Wirtschaftlicher Totalschaden
  • Reparaturschaden
  • Gutachterkosten
  • Rechtsanwaltskosten
  • Reparaturkosten
  • Reparaturweg
  • Wiederbeschaffungswert
  • Restwert
  • Stundensätzen
  • Mietwagenkosten
  • Nutzungsausfall
  • Wertminderung
  • Fiktive Abrechnung 

 

lässt es geradezu als fahrlässig erscheinen, einen Schaden ohne Einschaltung eines Rechtsanwalts abzuwickeln.

Die Anwaltskosten hat grundsätzlich die Versicherung des Verursachers zu übernehmen.

OLG Frankfurt a.M. 2.12.14, 22 U 171/13 

Expertenkommentare:

Borris Häring vom SV Büro ihr-gutachten.com

 

>>Nicht nur das OLG Frankfurt rät unbedingt zur Inanspruchnahme eines Rechtsanwaltes. Auch wir haben die Erfahrung aus mehr als 2.600 Gutachten gemacht, dass der Geschädigte weniger Scherereien und Arbeit hat, wenn er einen Anwalt mit der Durchsetzung seiner Ansprüche beauftragt<<

Carl-Marcus Müller vom SV Büro Müller

 

>>Bei einem unverschuldeten Unfall hat der Geschädigte grundsätzlich die Möglichkeit einen eigenen Kfz.-Sachverständigen seiner Wahl einzuschalten. Leider macht der Geschädigte viel zu wenig Gebrauch von seinem Recht und lässt sich nur zu oft durch das Schadenmanagement (Schadensteuerung) der Versicherungen beeinflussen. Der unabhängige Kfz.-Sachverständige seiner Wahl ermittelt, unter Betrachtung des vorliegenden Schadens, die Schadenhöhe und prüft anhand des ermittelten Wiederbeschaffungswertes ob eine Reparatur des Fahrzeugs möglich ist. Auch gibt er Auskunft über eine evtl. vorliegende Wertminderung. Diese Möglichkeit verschenkt der Geschädigte, wenn er sich durch die Versicherung zu einem Kostenvoranschlag „steuern“ lässt.Der unabhängige Kfz.-Sachverständige ist immer die bessere Wahl um sich gut beraten zu lassen. Viele Geschädigte wissen nicht, dass die Kosten für den Kfz.-Sachverständigen seiner Wahl, im Regelfall, die Haftpflichtversicherung des Verursachers trägt. Siehe auch hier.<<

Patrick Kohl von kfzgutachter-sued.de

 

>> Die Erfahrung zeigt, dass ein unabhängiges Schadengutachten einem Kostenvoranschlag immer vorzuziehen ist. Ihr Sachverständiger kann auch bei Kleinschäden unter der Bagatellschadengrenze helfen und fertigt dann in der Regel ein Kurzgutachten.

Weiterhin empfehlen wir unseren Kunden auch die Unterstützung durch einen Rechtsanwalt.<<

Thomas Massing von Unfall-Schaden-Dienst

 

>>Immer wieder wird der Sachverständige im Moment der Schadenaufnahme gefragt ob es sinnvoll ist einen Rechtsanwalt zu beauftragen, ob es nicht bei der eindeutigen Schadenlage einfacher wäre und schneller reguliert würde wenn auf den Anwalt verzichtet wird.

Das muss man dann leider verneinen!

Vor einigen Jahren hätte diese Annahme noch zutreffen können, doch seit geraumer Zeit hat es sich bei den meisten Versicherern etabliert, eingehende Sachverständigengutachten, Werkstattrechnungen oder Kostenvoranschläge durch sog. Prüfdienstleister kontrollieren zu lassen. Meist werden die berechneten Beträge drastisch reduziert – der Geschädigte steht dann vor der Frage ob diese Kürzungen gerechtfertigt sind.

Spätestens ab diesem Punkt wird die Zusammenarbeit zwischen dem Sachverständigen, der Werkstatt UND dem Rechtsanwalt deutlich!

Nur durch die intensive Zusammenarbeit der für den Geschädigten Tätigen kann gewährleistet werden, dass auch wirklich ALLE gerechtfertigten Ansprüche durchgesetzt werden können.

Wählen Sie deshalb IMMER die Kombination aus Sachverständigem UND Anwalt. Nur so bleiben Ihre Schadenersatzansprüche durchsetzbar!<<

Schadensminderungspflicht gilt auch für Schädiger und dessen Versicherung

Nachgefragt bei Thomas Massing, Sachverständigenbüro UnfallSchadenDienst - unser Mitglied im Raum westlichen Ruhrgebiet

 

Die Schadenminderungspflicht – das Totschlag Argument der Haftpflichtversicherer

Was besagt eigentlich diese Schadenminderungspflicht?
Grundsätzlich handelt es sich hierbei nicht um eine Pflicht, sondern um eine „Obliegenheit“.
Nach allgemeiner Definition handelt es sich hierbei um die Pflicht eines Geschädigten den Schaden zu mindern oder den Schädiger auf die Gefahr eines hohen Schadens aufmerksam zu machen. Hierbei handelt es sich eben auch um die „Pflicht sich selbst gegenüber“ (Obliegenheit) den Schaden und seine Folgen möglichst gering zu halten. Gleichzeitig hat der Schädiger allerdings keinen Anspruch auf die Geringhaltung des Schadens. Der Geschädigte kann sich im Weiteren völlig frei in seinem Verhalten und Vorgehen entscheiden. Verstöße gegen diese Obliegenheit können allerdings zu Kürzungen der Erstattung führen.
Die rechtliche Basis für diese Thematik findet sich im §245 BGB. Darin ist auch geregelt, dass der Umfang des zu leistenden Schadenersatzes insbesondere davon abhängt, inwieweit der Schaden vorwiegend von dem einen oder dem anderen Teil verursacht worden ist, was auch dann gilt, wenn sich das Verschulden des Geschädigten darauf beschränkt, dass er unterlassen hat, den Schaden abzuwenden oder zu mindern.

Warum gibt es immer wieder Probleme bei der Regulierung?
Als Wirtschaftsunternehmen ist jede Versicherungsgesellschaft primär daran interessiert Gewinne zu erwirtschaften. Diesem Sinn steht es entgegen Gelder auszuzahlen und somit den möglichen Gewinn zu schmälern.
Die Zinskrise der heutigen Zeit verschärft diese Situation noch da auch die Versicherungswirtschaft nur noch geringere Erträge aus Geldanlagen verbuchen kann.
Um all diese „Negativ-Faktoren“ ein wenig abzumildern kann es nur Einsparmaßnahmen geben. Eingespart wird eben an den Beträgen die an einen Geschädigten ausgezahlt werden sollen.
So werden schon mal die zu Grunde gelegten Stundenverrechnungssätze nach unten, auf das Maß der Vertragsbetriebe, gekürzt. Gerne werden auch Begleitkosten wie Wertminderung, Nutzungsausfall und Verbringungskosten gestrichen oder gekürzt.
Und genau an dieser Stelle taucht das Argument der Schadenminderungspflicht auf!
Angeblich ist der Geschädigte dazu verpflichtet nur das absolut Minimalste zum Ausgleich seines Schadens zu beanspruchen. Mit drohendem Finger werden hier Szenarien dargestellt die fast den Eindruck erwecken könnten man würde als Geschädigter eine Straftat begehen.
Dabei ist die Schadenregulierung, prinzipiell, ganz einfach!
Der Geschädigte ist so zu stellen, als wäre ihm der Schaden nie entstanden.
Aus diesem Grundsatz ergeben sich alle folgenden Beträge und Werte. Die beschädigte Sache, oder das Fahrzeug , ist wieder so herzustellen, als wenn niemals ein Schaden eingetreten wäre. Im Einzelnen heißt das: Die Reparatur hat in einer Güte stattzufinden wie sie vor dem Schadenereignis vorzufinden war. Niemals vorher beschädigte Komponenten sind durch Neuteile zu ersetzen, Farbunterschiede sind zu vermeiden oder auszugleichen. Für die Zeit der Instandsetzung steht ein Ersatz zu. Man darf sich also einen Leihwagen mieten, oder aber auch einen geldwerten Ersatz für diese Zeit beanspruchen. Um den Schaden zu dokumentieren musste ein Fachmann eine Expertise über Zustand und Wert festgelegt des Autos, der Sache erstellen. In dieser Expertise wird auch der sach – und fachgerechte Reparaturweg bestimmt, denn nur so wird die Wiederherstellung gewährleistet. Auch die Beratung im juristischen Bereich muss gewährleistet sein, denn wer ist schon sicher in den ganzen Winkeln und Ecken des Rechtssystems?
Tatsache ist aber, dass all diese Arbeiten und Tätigkeiten Kosten verursachen.
Die deutsche Rechtsprechung hat entschieden, dass eben auch diese Kosten durch die Versicherungen zu übernehmen sind – und hier schließt sich der Kreis: es gilt Ausgaben zu vermeiden! Also wird der Spieß umgedreht und dem geschädigten eine angebliche Last aufgebürdet die ihm eigentlich zu den Versicherungen gehört.
Der Geschädigte ist nicht verpflichtet die günstigste Werkstatt zu kontaktieren, er muss sich eben nicht auf die Aussage eines „Fachmannes“ der Versicherung verlassen – denn wie unparteiisch kann ein solcher Sachverständiger sein wenn die Versicherung sein Arbeitgeber ist?
Dreht man die Situation allerdings kann man Überraschendes feststellen:
• Die Versicherungen beauftragen „Prüfdienstleister“ um eingehende Gutachten und Werkstattrechnungen zu „prüfen“.
- Diese Tätigkeiten kosten ebenfalls Geld und werden anstandslos durch die Versicherungen bezahlt.
• Der Anwalt des Geschädigten kann damit nichts anfangen und fragt bei dem erstbeauftragten Sachverständigen um eine Stellungnahme nach.
• Der Sachverständige arbeitet den Prüfbericht durch und stellt die Differenzen heraus und begründet seine vorgegebene Reparaturmethode.
- Eine Zusatztätigkeit, die der Sachverständige natürlich ebenfalls in Rechnung stellt.
• Der Rechtsanwalt erarbeitet dann einen Widerspruch und droht mit gerichtlicher Klage.
• Die Versicherung hat aber die Rechnung des Sachverständigen als zu hoch empfunden und um etwa 20% gekürzt.
• Der Sachverständige schreibt den Geschädigten und den Rechtsanwalt an und weist auf diese Tatsache hin, denn nun ist der Geschädigte, vorrangig zu belangen da er der Auftraggeber ist.
• Der Geschädigte lehnt den Ausgleich der Differenz ab.
• Der Sachverständige korrespondiert mit dem Anwalt.
• Die Klage wird eingereicht
- Wieder entstehen Kosten
• Noch immer wurde das verunfallte Fahrzeug nicht repariert, da die Kosten übernahmen nicht gesichert ist, oder aber die Werkstatt mahnt den Geschädigten an, da die Rechnung noch nicht beglichen wurde.
• Durch die gesamte Verzögerung steigt die Ausfallzeit des defekten Fahrzeuges und der Geschädigte nutzt den Leihwagen dadurch länger als eigentlich nötig.
- Es entstehen vermeidbare Kosten durch den Leihwagen oder des Nutzungsausfalls.
• Der Termin zur Gerichtsverhandlung ist anberaumt.
• Kurz davor gleicht die Versicherung die ursprünglichen Beträge aus.
Im Fazit sind die Kosten zur Regulierung des Schadens aber wesentlich in die Höhe geschnellt!
Unnötige Kosten wie Prüfberichte, Stellungnahmen, Prozesskosten, Leihwagen und und und.

Erkenntnis:
Eine eintrittspflichtige ist niemals der Freund des Geschädigten, sondern dem Gewinn und den Aktionären verpflichtet.
Es ist von immenser Wichtigkeit bei den Tricks der Versicherungen auf die richtigen Fachleute zurückgreifen zu können.
Der freie und unabhängige Sachverständige ermittelt die realen Werte und den korrekten Entschädigungswert. Der frei gewählte Rechtsanwalt kämpft gegen die Winkelzüge der Versicherungen.
Diese Fachleute wissen mit welchen Mitteln sie den fadenscheinigen Argumenten der Versicherung gegenüber treten können.
Per Gesetz darf sich niemand an einem eingetretenen Schaden bereichern. Darum geht es auch nicht, es geht darum die realen Werte zu bestimmen und um das Recht auf korrekten Schadenersatz.

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